Viele Fragen standen am Anfang des Kletterprojektes des Deutschen Alpenvereins – Sektion Coburg und der Offenen Behindertenarbeit Oberfranken: Wie behindertengerecht ist das Kletterzentrum? Wie können Rollstuhlfahrer bis zum Wandfuß vordringen? Gibt es genug Material? Und nicht zuletzt: Ist es überhaupt sinnvoll, Menschen, die sich kaum bewegen können, in eine Kletterhalle zu bringen und in einen Gurt zu stecken?

„Verblüffend problemlos“, „Hat einfach Spaß gemacht“ und „Spannend, neu und schön“ waren die Rückmeldungen sowohl der Gastgeber des Alpenvereines als auch der OBO-Gruppe. Die Gruppe bestand aus sieben Teilnehmern mit Behinderung, darunter drei Rollstuhlfahrern, und vielen Mitstreiter der OBO und des DAV.

Je nach Interesse und Fähigkeiten wurde im Toprope geklettert oder an den einfachen Wänden mit Flaschenzug gesichert und von einem weiteren Kletterer begleitet geklettert. Mutige konnten an einer riesigen Schaukel quer durch die Halle schaukeln und am Schluss gar vom „Balkon“ in die Tiefe springen!

Das Projekt war so erfolgreich, dass es im Herbst 2017 eine regelmäßige Gruppe geben soll. Auch dann wird das Motto lauten: „Jeder kann klettern! Egal, wie beweglich er ist!“

Weiterei Informationen: Offene Behindertenarbeit Oberfranken