Neue Verwendung für eine „Gemeinschaftszelle“

Alte Telefonzellen haben Charme, sind selten und …. nutzlos? Vor dem dialog – dem Stadtbüro der Diakonie Coburg – steht seit einigen Tagen eine postgelbe Telefonzelle, für die das Etikett „nutzlos“ jedoch nicht mehr passt. Ein Telefon befindet sich zwar nicht darin, aber die Telefonzelle wird für das Retten von Lebensmitteln verwendet.

Vor einigen Jahren ist im dialog die Idee entstanden, das „Foodsharing“, wie es sich in anderen Städten bereits etabliert hatte, auch nach Coburg zu holen. Foodsharer wollen ein Zeichen gegen die Lebensmittel- und Ressourcenverschwendung setzen. Sie retten genießbare Lebensmittel vor dem Müll und machen sie der Allgemeinheit zugänglich. Auch wenn die Foodsharing-Gruppe nun selbstständig arbeitet, ist der Kontakt zum Stadtbüro in der Metzgergasse immer bestehen geblieben.

Die Telefonzelle ist ein weiterer Schritt für die Lebensmittelretter in Coburg. In einem Regal werden meist Backwaren zur freien Bedienung bereitgestellt. Das Hineingeben der Lebensmittel ist jedoch aus hygienischen Gründen den Engagierten der Foodsharing-Gruppe vorbehalten.

Die Restaurierung und das Aufstellen der Telefonzelle waren eine echte Coburger Gemeinschaftsarbeit. Freiwillige der Diakonie und von Foodsharing haben die Telefonzelle mithilfe von Creapolis entkernt, abgeschliffen und neu gestrichen. Die Kosten für das Aufstellen wurde aus dem Topf des Klimaschutzmanagements der Stadt übernommen.

Unser Bild zeigt Tina Gehlen-Hopf von Foodsharing, Stefan Kornherr vom dialog, den Coburger Oberbürgermeister Dominik Sauerteig, den Klimaschutzbeauftragten Stefan Sauerteig, Dr. Markus Neufeld und Bodo Neubert von Creapolis.

In den Coburger Tageszeitungen und bei Radio eins ist das kleine „Foodsharing-Ausrufezeichen“ auf großes Interesse gestoßen. Für Anfang Januar hat sich der Fernsehsender SAT1 angekündigt.