Im Rahmen ihres Studiums der Kunsttherapie hat Eva Schellhorn ein Praktikum im Ernst-Faber-Haus gemacht. Sie berichtet über die dortigen Erfahrungen.

„Ich finde es wichtig, Spuren im Leben zu hinterlassen“ sagt Eva Schellhorn. „Auch im Alter ist dies immer noch möglich und sollte wertgeschätzt werden. In der Kunsttherapie sind Spuren sichtbar und erlebbar. Kunsttherapie baut damit die Brücke zwischen eher unbewußten Empfindungen und Dingen, mit denen man sprachlich weiterarbeiten kann.“

Nach ihrer Lehre zur Holzbildhauerin und Sozialbetreuerin studiert Eva Schellhorn nun seit vier Jahren in Nürtingen Kunsttherapie. „Die Arbeit mit alten Menschen war zunächst Neuland für mich. Aber nach einer kleinen Anlaufzeit und mit Hilfe der Kolleginnen im Ernst-Faber-Haus hat das gut geklappt“.

„Sich selbst einen experimentierfreudigen, spielerischen Umgang zu erlauben, hat manchmal auch Mut von den Bewohnern verlangt. Das meditative und freudige Erleben kam oft erst im Tun.“

Eva Schellhorn hat Angebote mit verschiedenen Materialien eröffnet. So setzten sich die Bewohner beispielsweise mit Stoffen, Pastellkreide und mit Aquarellen auseinander.

Ob sie sich vorstellen kann, dass ein kunsttherapeutisches Angebot in einer Pflegeeinrichtung dauerhaft sinnvoll ist? „Ja, auf alle Fälle!“ sagt sie. „Es wäre wirklich wünschenswert über dieses Therapieangebot den Menschen den Zugang zu mehr Lebensqualität zu verschaffen!“